Tag 43: Neue Besen fahren gut

Einen neuen Campervan zu holen, ist heute unser Ziel, damit wir unsere Reise fortsetzen können. Dazu müssen wir nach Thornleigh, das im Norden von Sydney liegt.

Kurz nachdem wir aus unserem Motelzimmer ausgezogen sind, bemühe ich mich nochmal um Kontakt mit Saddah von Around Australia Motorhomes. Es stellt sich schließlich heraus, dass ich nicht die richtige Nummer von Lucio erhalten hatte. Nachdem dies aufgeklärt ist, kann ich mit Saddah telefonieren. Er ist nun informiert davon, dass wir den Camper tatsächlich wollen, und wir wissen, dass er tatsächlich heute Mittag fertig für uns sein wird.

Das sind super Neuigkeiten und wir machen uns sofort auf den Weg in Sydneys Norden. Als wir ankommen, klären wir alle vertraglichen und technischen Details und laden all unsere Taschen in unserem neuen Fiat ein.

Der Camper ist deutlich neueren Baujahres als unser bisheriges Modell. Er hat einen stärkeren Motor, ein automatisiertes Getriebe statt einer Handschaltung, einen Tempomat und im Fahrraum deutlich mehr Platz sowie mehr Ablagen für Fahrer und Beifahrer.

Eine Überraschung ist, dass AAM nur Kindersitze hat, die bei über einem halben Jahr alten Babies wie Nicolas nur vorwärts gerichtet eingebaut werden dürfen und damit ein aufrechtes Sitzen von Nicolas verlangen. Damit hatten wir nicht gerechnet und wir sind gespannt, wie Nicolas auf die nun auf ihn einströmenden neuen Sinneseindrücke reagiern wird und in dieser aufrechten Position schlafen kann. Auch verfügt der neue Camper über eine große Schiebetür statt einer platzsparenderen Klapptür. Dadurch steht im Innenraum nicht so viel mehr Platz zur Verfügung, wie die größere Gesamtlänge es vermuten lässt. Überhaupt fällt auf, dass das vorherige Modell im Wohnbereich pfiffiger aufgebaut und ausgestattet war. So vermissen wir sehnlichst irgendwelche Haken oder Stangen.

In den Fahreigenschaften ist das alte Model dem neuen aber wieder deutlich unterlegen. Der neue Fiat hat ein besseres Fahrwerk und ist besser gedämmt. So sind bei der Fahrt Unterhaltungen nun in normaler Lautstärke möglich und das Geschirr klappert weniger. Der Tempomat ist angesichts der Straßensituation ein nicht zu unterschätzendes Detail und macht das Zurücklegen der langen Strecken auf spürbar entspanntere Art möglich. Super.

Der nächste Schritt ist nun die Zurückgabe des Nissan bei der nächsten Avis Station. Diese ist sehr nahe und alles verläuft problemlos, so dass wir uns nach insgesamt vier Stunden Camperübernahmeprozedur endlich auf die Weiterfahrt machen können und soviel Kilometer aufholen, wie wir es bis zum Einbruch der Dunkelheit schaffen. Wir kommen bis zu einem Campingplatz in Taree, wo wir zur Abwechslung mal gutes WiFi haben und endlich einige administrative Dinge erledigen können.

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